Störche - Abenteuer im Anflug

Originaldauer
84 min
Regisseur
Nicholas, Sweetland, Doug Stoller
Sprachen
Deutsch, Englisch
Erscheinungsjahr
2016
  • SD
    € 4,99
  • HD
    € 5,99

Handlung

Tiere und Babys. Diese Themen gehen einer alten Medienweisheit zufolge ja immer. Und wenn man auf Nummer sicher gehen möchte, sucht man sich eine Geschichte, die beide Bereiche abdeckt. Ist es wirklich so einfach? Was soll man sagen: ja. Der noch jungen Warner Animation Group gelingt es mit "Störche - Abenteuer im Anflug" (2016) jedenfalls ganz vortrefflich. Allerdings verlässt sich der Animationsspaß der "Lego Movie"-Macher auch nicht ausschließlich auf schräge Vögel, niedliche Wonneproppen und prominente Synchronsprecher.

Ginge es nach dem kühlen Geschäftsstorch Hunter, hätten Babys in diesem Film überhaupt nichts verloren: Längst haben die Störche die Babylieferungen eingestellt, stattdessen fliegen sie nun Pakete aus. Viel rentabler, viel weniger Aufwand, viel besser stapelbar. Das Unternehmen läuft. Zeit für Hunter, seinen Golfschwung zu verbessern und das Tagesgeschäft einem anderen zu überlassen - seinem besten Lieferstorch Junior.

Der arbeitet allerdings mit Tulip (Stimme: Nora Tschirner) zusammen. Tulip ist eine junge, rothaarige Frau, die als Baby nicht an ihre Familie ausgeliefert wurde und deshalb heute bei den Störchen arbeitet; ein wohlmeinender, technikversierter Pechvogel. So ist es natürlich auch keine böse Absicht, als sie versehentlich die längst stillgelegte Babymaschine anwirft. Die Folge: eine kleine, glucksende, kulleräugige, rosahaarige Fracht, die es nun auszuliefern gilt. Und zwar an Nate, einen einsamen kleinen Jungen, der sich nichts mehr wünscht als ein Geschwisterchen.

Nicholas Stoller ("Die Muppets") und sein Co-Regisseur Doug Sweetland haben für alle Altersgruppen etwas im Angebot: Die Kinder lachen über ein babyverliebtes Wolfsrudel (kommandiert von den Fernsehköchen Frank Rosin und Nelson Müller), das sich auf der Jagd nach unseren Helden zu fast allem formatieren kann. Eltern hingegen werden sich wiedererkennen, wenn Tulip und Junior versuchen, ihr Baby zum Schlafen und zum Essen zu bringen. Dass Nicholas Stoller selbst zwei Kinder hat, merkt man seinem Skript an. Mit Selbstironie und Humor erreicht er, dass man die unvermeidliche Moral der turbulenten Geschichte ("Verbringt mehr Zeit mit euren Kindern, bevor es zu spät ist!") nicht mit einem genervten Augenrollen annimmt, sondern mit einem schuldbewussten Schmunzeln.

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