Salesman, The

Originaldauer
119 min
Regisseur
Asghar Farhadi
Besetzung
Shahab Hosseini, Taraneh Alidoosti, Babak Karimi
Sprachen
Deutsch, Persisch
Erscheinungsjahr
2016
FSK-Angabe
12 Jahre
  • SD
    € 4,99
  • HD
    € 5,99

Handlung

Die Risse an der Wand ihrer Wohnung sind Vorboten dessen, was auf den Teheraner Lehrer Emad (Shahab Hosseini) und seine Frau Rana (Taraneh Alidoosti) zukommen wird. In seinem intensiven Drama "The Salesman" (2016) lässt der iranische Regisseur Asghar Farhadi ("Nader und Simin", 2011) das Gebäude zwar stehen, die Beziehung von Emad und Rana aber droht zu kollabieren. Farhadi schickt das Paar in eine Hölle aus Schuld, Sühne, verletztem Stolz und befremdlichen Eigenheiten der iranischen Gesellschaft. Sein Film war letztes Jahr Cannes-Abräumer (bestes Drehbuch und Hosseini als bester Darsteller) und gewann dieses Jahr den Oscar als bester fremdsprachiger Film.

Für Rana und Emad ziehen nach einem Beinahe-Einsturz ihres Apartmenthauses in eine Übergangswohnung, die ihnen ein Freund anbietet. Allerdings hat die Vormieterin dieser Wohnung nicht nur ihre Möbel und persönlichen Sachen dort gelassen, sondern auch ihre Vergangenheit. Sie pflegte offenbar Umgang mit mehreren Männern. Dass sie eine Prostituierte war, wird explizit nicht ausgesprochen. Eines Abends findet Emad seine Frau blutend und schwer traumatisiert im Badezimmer. Der Zuschauer geht unwillkürlich von einer Vergewaltigung Ranas aus. Aufgeklärt wird das aber nie, genauso wenig darüber geredet.

In kunstvoller Beiläufigkeit geht Farhadi mit einer Gesellschaft ins Gericht, die sich in moralischen Fragen harte Urteile erlaubt, aber sprachlos bleibt. Anzeige zu erstatten und die Polizei ermitteln zu lassen, kommt jedenfalls nicht in Frage. Vergewaltigte Frauen sind nicht nur Opfer eines Gewaltverbrechens, sondern auch der Schande, die ihnen aufgezwungen wird. Emad redet mit Rana nicht darüber, was passiert ist, sondern nur darüber, wie er den Täter finden und bestrafen will. Aus dem netten, kumpelhaften Lehrer wird ein düsterer Rächer, der sich weniger um das Befinden seiner Frau kümmert, sondern vielmehr seine persönliche Genugtuung sucht.

Asghar Farhadi schafft es einmal mehr, in einem Beziehungsdrama eine unerträgliche Spannung zu erzeugen. Die ergibt sich ganz allein aus den inneren Konflikten und aus den komplexen Entwicklungen, die seine Figuren durchmachen. Farhadi verschachtelt die Handlung kunstvoll und beobachtet seine Figuren in einer anspruchsvollen Inszenierung aus verschiedenen Perspektiven: Die Kamera findet durch Türen und Fenster immer wieder neue Blickwinkel auf innere Paar-Angelegenheiten und die Welt da draußen. Denn wie Emad und Rana stecken auch Nachbarn und Freunde in einem moralischen Dilemma.

Weitere Bilder


So funktioniert’s

In der Unitymedia Videothek einfach und bequem zuhause Filme leihen. Sie benötigen dafür einen Kabelanschluß sowie die passende HD-Hardware.

  1. ANSCHLIESSEN

    Prüfen Sie die Anschlüsse Ihrer HD-Hardware.

  2. VIDEOTHEK AUFRUFEN

    Wählen Sie im Menü Ihrer HD-Hardware „Videothek“.

  3. BESTELLEN

    Wählen Sie einen Film und bestellen Sie bequem per Knopfdruck.

Hilfe & Service

Finden Sie schnell und einfach die richtigen Antworten auf Ihre Fragen rund um die Unitymedia Videothek.

Zur Soforthilfe


Oder fragen Sie Nina, unsere virtuelle Online-Beraterin.

Jetzt Frage stellen