Life

Originaldauer
100 min
Regisseur
Daniel Espinosa
Besetzung
Jake Gyllenhaal, Ryan Reynolds, Rebecca Ferguson
Sprachen
Deutsch, Englisch
Erscheinungsjahr
2017
FSK-Angabe
16 Jahre
  • SD
    € 4,99
  • HD
    € 5,99

Handlung

Kürzlich hat die NASA 2,4 Milliarden Dollar locker gemacht, um im Gestein des Roten Planeten erneut nach Spuren von Leben zu suchen und Proben zu nehmen. Selbiges hat das Forschungsteam der Internationalen Raumstation ISS im Sci-Fi-Thriller "Life" (2016) von Daniel Espinosa ("Kind 44") bereits hinter sich. Zu der sechsköpfigen Mannschaft gehören der facettenreiche Jake Gyllenhaal, der bislang stets ein Händchen für aufregende Stoffe bewiesen hat, sowie Hollywoodstar Ryan Reynolds ("Deadpool") und die schwedische Senkrechtstarterin Rebecca Ferguson ("Girl on the Train").

Die Untersuchung des Materials, eine knappe Einführung der Crew sowie erste Experimente mit dem in der Probe enthaltenen Einzeller ereignen sich bereits in den ersten Minuten - noch bevor überhaupt der Titel des Films erscheint. Espinosa setzt von Beginn an lieber auf Spannung denn auf ausführliche Figurenzeichnung. Für den Rest des Sci-Fi-Horror-Films wird der Zuschauer in seinen Sessel gepresst wie ein Raumfahrer beim Raketenstart.

Im ersten atemberaubenden Akt staunen Mikrobiologe Dr. Derry (Ariyon Bakare) und seine Crew nicht schlecht über den Fund, der sich vom Einzeller zu einem sensationellen Organismus weiterentwickelt, dessen anpassungsfähige Zellen sich als gleichzeitig Muskel- wie Nervenzellen entpuppen.

Nachdem man dem recht trägen, wirbellosen Wesen mit Elektroschocks auf die Sprünge hilft, ändert sich die Stimmung an Bord schlagartig: Durch Dr. Derrys eigentlich unkaputtbaren Handschuh gelingt es dem hochintelligenten Calvin, aus der Petrischale zu entweichen, worauf er zunächst chamäleonartig eine fünfgliedrige Form annimmt und mal eben eine Versuchsratte verdaut.

Es folgt eine Fehlentscheidung einzelner Crew-Mitglieder nach der anderen - sehr zum Leidwesen der Quarantäne-Offizierin Miranda North (Ferguson), deren Aufgabe es ist, um jeden Preis zu verhindern, dass Calvin auf die Erde gelangt.

Auch wenn im weiteren Verlauf Besatzungsmitglieder ertrinken oder grausam verbluten, dabei der rote Lebenssaft in die Schwerelosigkeit entweicht, behält der Film ein gewisses ästhetisches Level, bleibt spektakulär und nichts für schwache Nerven. Vorhersehbar ist hier nichts: Bis zuletzt bleibt der smarte, außerirdische Gegner, der von einem galaktischen Überlebensinstinkt gesteuert scheint, für die immer kleiner werdende Besatzung uneinschätzbar.

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