Ich, Daniel Blake

Originaldauer
96 min
Regisseur
Ken Loach
Besetzung
Dave Johns, Hayley Squires, Sharon Percy
Sprachen
Deutsch, Englisch
Erscheinungsjahr
2016
FSK-Angabe
6 Jahre
  • SD
    € 4,99
  • HD
    € 5,99

Handlung

Das Arbeitermilieu ist das Terrain, auf dem sich Regisseur Ken Loach seit jeher stilsicher und intelligent, grimmig und streitlustig bewegt, wenn er sich mit Themen wie der sozialen Verwahrlosung und Rassismus beschäftigt. Was Loach dabei immer vortrefflich gelang: Er fand auch im größten Elend noch den Humor des Lebens und gönnte sich und dem Publikum am Ende einen Funken Hoffnung. Doch nun hat der Brite mit "Ich, Daniel Blake" (2016) einen Film gemacht, in dem er seinen unerschütterlichen Optimismus zu Grabe trägt.

Noch während die Anfangstitel laufen, muss sich Daniel Blake (Dave Johns) in einem aberwitzigen Telefonat aus dem Off mit einer Frau, die für irgendeine ausgelagerte Sozialagentur arbeitet, rechtfertigen. Dafür, dass er, von Beruf Tischler, einen Herzinfarkt hatte und von seinem Arzt arbeitsunfähig geschrieben wurde. Irgendwie passt das nämlich nicht in den standardisierten Fragebogen, den die "Gesundheitsdienstleisterin" abfragt.

Die Sache mit dem Herzen - die kann laut Formular doch nicht so schlimm sein. Daniel Blake könne arbeiten: Sozialhilfe kommt nicht in Frage. Er muss also Arbeitslosengeld beantragen. Menschlichkeit findet man in so einem Sozialsystem nicht mehr. Da wird dann auch mal eine junge Frau mit Sanktionen belegt, weil sie ein paar Minuten zu spät ins Sozialamt kommt.

Mit dieser Katie (Hayley Squires) und ihren Kindern, die von Amts wegen aus London nach Newcastle ziehen mussten, freundet sich Daniel Blake an, der selbst in seiner größten Not den Menschen hilft, denen es noch schlechter geht als ihm selbst. Während ihm das Geld ausgeht, gibt er ihnen sein letztes Hemd und ganz viel Wärme. Eine Chance hat trotzdem keiner: Wer Geld vom Staat will, ist ein Fehler im System.

Es ist ein wahrlich deprimierendes Bild, das Ken Loach vom britischen Sozialsystem in trefflich gewählten Schattierungen von Grau zeichnet. Menschenwürde ist von institutioneller Seite nicht vorgesehen. Dafür sind die Menschen selbst zuständig. Gegen die staatlich sanktionierte Drangsal können sie nichts ausrichten; Freundschaft und Solidarität lassen sich Daniel und Katie nicht nehmen. Auch wenn sie davon nicht satt werden in einem unversöhnlichen Film, der die Zuschauer konsequenterweise mit einem bitteren Ende zurücklässt. Weil Ken Loach noch immer nicht leise ist und seine Augen nicht vor der Realität verschließt.

Weitere Bilder


So funktioniert’s

In der Unitymedia Videothek einfach und bequem zuhause Filme leihen. Sie benötigen dafür einen Kabelanschluß sowie die passende HD-Hardware.

  1. ANSCHLIESSEN

    Prüfen Sie die Anschlüsse Ihrer HD-Hardware.

  2. VIDEOTHEK AUFRUFEN

    Wählen Sie im Menü Ihrer HD-Hardware „Videothek“.

  3. BESTELLEN

    Wählen Sie einen Film und bestellen Sie bequem per Knopfdruck.

Hilfe & Service

Finden Sie schnell und einfach die richtigen Antworten auf Ihre Fragen rund um die Unitymedia Videothek.

Zur Soforthilfe


Oder fragen Sie Nina, unsere virtuelle Online-Beraterin.

Jetzt Frage stellen