Hell or High Water

Originaldauer
98 min
Regisseur
David MacKenzie
Besetzung
Jeff Bridges, Chris Pine, Ben Foster
Sprachen
Deutsch, Englisch
Erscheinungsjahr
2016
FSK-Angabe
12 Jahre
  • SD
    € 4,99
  • HD
    € 5,99

Handlung

Die Schulden stehen ihnen bis zum Hals, die familieneigene Farm in Texas ist nach dem Tod der Mutter so gut wie futsch, die Banken machen Druck. Die Brüder Toby (Chris Pine) und Tanner (Ben Foster) sehen sich zum letzten Mittel gezwungen: Eine Serie von Banküberfällen soll den Besitz sichern. Mit "Hell or High Water" (2016) hat sich Regisseur David Mackenzie eines der begehrtesten Drehbücher der letzten Zeit geschnappt und ein stylisches Krimidrama mit Western-Elementen daraus gemacht. Ganze vier Oscarnominierungen wurden dem Film zuteil, darunter für "Bester Film".

Während Toby (soeben geschieden) die Verbrechen vor allem aus pragmatischen Motiven begeht, ist sein Bruder Tanner (soeben aus dem Gefängnis entlassen) ein überdrehter notorischer Krimineller, der lieber zu hart aufs Gaspedal drückt und schnell den Finger am Abzug hat. Bald heftet sich den beiden ein Texas Ranger (Jeff Bridges) an die Fersen, der kurz vor der Pensionierung einen letzten Fang wittert.

Das Tempo der ersten Viertelstunde, in der die beiden Brüder entschlossen durch wüstenbraune, menschenleere Hohlgassen texanischer Kleinstädte brettern und gleich mehrere Banken unmittelbar hintereinander ausrauben, weicht bald einer ruhigeren Gangart, vertont mit einem unaufdringlichen Soundtrack von Nick Cave und Warren Ellis.

In Übersee hat der Krimi mit Elementen aus Heist-Film, Drama und Western einen echten Hype verursacht, wurde als "Indie Hit des Jahres 2016" gelabelt. Besonders die Rolle von Jeff Bridges, einem der großen Sympathieträger des amerikanischen Gegenwartskinos, sticht hervor: Als Texas Ranger Marcus Hamilton wandelt der Altstar an der Grenze zur Parodie.

Seine dahingelallten Nuschelsprüche, mit denen er seinen Partner Alberto (Gil Birmingham) spielerisch wegen seiner indianischen Herkunft aufzieht, und seine Dirty-ol'-Bastard-Haltung lockern die düstergraue Atmosphäre des Films auf. Ein typischer Jeff Bridges eben.

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