Fences

Originaldauer
133 min
Regisseur
Denzel Washington
Besetzung
Denzel Washington, Viola Davis, Stephen McKinley Hend
Sprachen
Deutsch, Englisch
Erscheinungsjahr
2016
FSK-Angabe
6 Jahre
  • SD
    € 4,99
  • HD
    € 5,99

Handlung

Zäune sind da, um Dinge abzutrennen, zu begrenzen, sie zu schützen vor der Außenwelt. Oder eben, um jemanden einzusperren. Beides ist in dem Drama "Fences" (2016) der Fall: Über zwei Stunden lang dreht sich alles um einen echten und zahlreiche metaphorische Zäune. Autor August Wilson selbst arbeitete bis zu seinem Tod im Jahr 2005 sein Bühnenstück in ein Drehbuch um und wurde verdientermaßen posthum für einen Oscar nominiert. Der Film, bei dem Hauptdarsteller Denzel Washington auch gleichzeitig die Regie führte, behält die starken Züge des Theaters bei. "Fences" wird schlicht und geradlinig erzählt - und genau das macht den Film eindrucksvoll.

Das Drama spielt im Pittsburgh der 50er-Jahre. Familienvater Troy Maxson (Washington) ist aufgrund seiner zerbrochenen Träume erbittert und hart geworden. Er war zwar einst ein talentierter Baseballspieler, aber als Dunkelhäutiger in der Liga benachteiligt. Der Zaun zwischen Schwarz und Weiß ist für ihn unüberwindbar. Den Frust über sein Leben bekommt vor allem seine Familie zu spüren.

So zerstört er mit aller Härte auch den Baseball-Traum seines Sohnes Cory (Jovan Adepo). "Die Welt verändert sich, aber du erkennst das nicht", stellt seine Frau, Rose (Viola Davis), ganz richtig fest. Statt dass die gemeinsame Passion für den Sport sie vereint, entzweien sich Vater und Sohn - ein Sinnbild dafür ist der Zaun, den sie um das Grundstück bauen. Jede Latte besiegelt die Trennung.

Der gleiche Zaun ist es, der das Schicksal von Rose bestimmt. Sie wollte damit ihre Ehe beschützen, doch am Ende ist sie selbst eine Gefangene darin. Spätestens als die Hausfrau von der Affäre ihres Mannes erfährt und ihm wütend die Meinung sagt, ist klar, warum Viola Davis den Oscar als beste Nebendarstellerin bekam. Jede Bewegung, jeden Gesichtsausdruck und jede bittere Träne glaubt man ihr sofort.

Der Film ist ein Balanceakt zwischen Liebes- und Familiendrama und einer Bestandsaufnahme der Zeit - aber nicht nur der 50er-Jahre, sondern auch der heutigen Zeit, wo plötzlich wieder Mauern zwischen Ländern gebaut werden sollen und Zäune die Grenzen zwischen Nationen ziehen. Erbarmungslos führt der Film vor Augen, welche Auswirkungen gedankliche und greifbare Zäune haben. Ein Entfliehen in die perfekte Welt mithilfe eines glückseligen Happy Ends oder einer kitschigen Versöhnungsszene gewährt der Film seinem Publikum bewusst nicht.

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